Kampfabstimmung um den Hit Nummer 1

Die Solisten Manfred Weiler, Flügelhorn, und Ernst Sigwart, Tenorhorn, belegten mit der "Polka für Zwei" Platz Drei beim Wunschkonzert.

 

Ein toller Erfolg war das Wunschkonzert der Trachtenkapelle Gündelwangen. Bei den Zuhörern kam es gegen Ende zu einer wahren Kampfabstimmung zwischen der "Sehnsuchtsmelodie" und dem "König der Blasmusik". Letzte Stimmen der Musiker selber gaben schließlich den Ausschlag, dass Dirigent Frank Unold und Flötistin Manuela Stotz mit ihrem Gesangstalent auf den ersten Platz der Hitliste kamen.

Insgesamt hatten die Zuhörer 2275 Stimmen abgegeben. Der Erlös wird für die Anschaffung neuer Instrumente verwendet. Zu den jeweiligen Stücken lieferte Conferencier Mario Isele ausführliche Anmerkungen. In der Pause wurden Lose für eine reichhaltige Tombola verkauft.

Die Jungmusiker der Trachtenkapelle unter der Leitung von Doris Stotz stimmten die Gäste mit den Stücken "Beatle Boogie" und "Der lustige Winzer" ein. Mit dem Marsch "The Beautiful Flag" stieg die Trachtenkapelle ins Programm ein. Ungewöhnlich daran sind die fernöstlichen Klänge und der Einsatz eines "Tam Tam", das die Gündelwanger von der Stadtmusik Bonndorf ausgeliehen bekamen.

Es folgten ein Solo für das gesamte Schlagzeug (Fascinating Drums) und zwei weitere Märsche. Mit der Polka "Musik fürs Leben" von Ernst Huttler gab das Gesangsduo Frank Unold und Manuela Stotz sein Debüt. In den Proben waren sie von den Musikkameraden schon als "Marianne und Michael" bezeichnet worden.

Nach der Pause setzten die Musiker und der Dirigent als Solist das Programm mit der "Romanze für Tenorhorn" fort. An moderner Blasmusik hörte das Publikum die Stücke "Go West" von den Pet Shop Boys und das Medley "Udo Jürgens live".

Gegen Ende des Konzerts brach eine regelrechte Abstimmungswut aus. Die "Polka für Zwei", anfangs noch Spitzenreiter, wurde zum drittbeliebtesten Stück gewählt. Die zwei altgedienten Musiker Manfred Weiler, Flügelhorn, und Ernst Sigwart, Tenorhorn, zeigten hierbei ihr ganzes Können. Das Solostück für Trompete, die "Sehnsuchtsmelodie" von Walter Scholz, gespielt von Mike Faller, wurde in letzter Minute vom Platz eins verdrängt. Zum Schluss war die Polka "König der Blasmusik" von Michael Kuhn der Hit des Wunschkonzertes. Das Gesangsduo Frank und Manuela begeisterte das Publikum und kam um eine Zugabe nicht herum.

 


 

Junger Vorstand

 

Mario Isele, bisher Schriftführer, wurde zweiter Vorsitzender. Manuela Stotz ist neue zweite Kassiererin, Patrick Hofmeier neuer Beirat und Florian Hirt wird künftig als Schriftführer bei der Trachtenkapelle Gündelwangen im Vorstand tätig sein (von links)

 

Ein Jahr mit vielen Auftritten hat die Trachtenkapelle Gündelwangen hinter sich. Und ein arbeitsreiches Jahr steht für die teilweise neue Vorstandschaft an. Bereits jetzt sind die Musiker daran für das Fest zum 150-jährigen Bestehen im Mai 2005 Vorbereitungen zu treffen. Armin Köpfer gab sein Amt als zweiter Vorsitzender aus beruflichen Gründen auf. Für ihn wählte die Versammlung einstimmig Mario Isele, der bisher Schriftführer war, zum zweiten Vorsitzenden. Als neue zweite Kassiererin wird Manuela Stotz tätig sein. Mit Florian Hirt wählten die Musiker einen jungen Kameraden zum Schriftführer. Max Nägele, der die Wahl leitete, wünschte der neuen Führungsriege gutes Gelingen und dankte vor allem den jungen Leuten für ihr Verantwortungsbewusstsein.

 

 


 

Zufriedener Dirigent

 

Der Dirigent der Gündelwanger Trachtenkapelle Frank Unold ist mit den Musikern und Musikerinnen zufrieden. Das Jahreskonzert war für ihn der Höhepunkt der musikalischen Auftritte, sagte er in der Hauptversammlung. (Wir berichteten bereits kurz.) Als eine Herausforderung sah er das Kirchenkonzert. "Ist es doch noch mal etwas anderes, in der Kirche zu musizieren" , befand der Dirigent.

Fünf Abgänge sind schwer zu ersetzen. Deshalb erfordern die kommenden Auftritte Improvisation, was heißen soll, dass der eine oder andere Musiker auch mal das Instrument wechseln muss. So viele Auftritte (31 im Jahr 2003) werden es aber nicht mehr sein, weil die Vorbereitungen für das Jubiläum schon ihre Schatten vorauswerfen.

Dem Bericht von Schriftführer Mario Isele zufolge waren die Gündelwanger sehr aktiv. An mehreren Kurkonzerten wurde gespielt, bei kirchlichen Anlässen gab es Auftritte, Musikfeste wurden besucht und bei verschiedenen Festen war die Trachtenkapelle mit einem Stand vertreten. Auch am Mammut-Osterkonzert der Wellendinger beteiligten sich die Gündelwanger. Zum Skispringen in Neustadt bauten die Musiker das große Zelt auf und auch wieder ab.

Den Bericht des Vorstandes erstattete Armin Köpfer. Durch gezielte Ansprache der Kinder kamen zehn neue Jugendliche zum Verein, die nun im Jugendorchester ihre Ausbildung absolvieren. Bei den Kursen zur Erlangung des Jungmusikerleistungsabzeichens sind wieder einige dabei. Es wurde ein Förderverein für die Jugendarbeit gegründet. Zum bevorstehenden Jubiläum aus Anlass des 150-jährigen Bestehens steht das Programm in groben Zügen, ließ Köpfer die Versammlung wissen. Mit den anderen Gündelwanger Vereinsvorständen wurden schon Gespräche wegen Mithilfe geführt.

Vorsitzender Raimund Marder nanntedie fleißigsten Probenbesucher. Insgesamt ging der Besuch zurück und lag im vergangenen Jahr bei 74 Prozent. Zehn Musiker und Musikerinnen waren bei über 85 Prozent der angesetzten Proben anwesend. Manfred Weiler war wieder einmal der Fleißigste und erreichte 98 Prozent Alle erhielten einen Weinkelch oder ein Bierglas als Anerkennung.

Der Kassenbericht wurde in Vertretung für Björn Gfrörer von Mario Krajniak vorgelesen. Die Kassenprüfer hatten keine Beanstandungen. Bürgermeisterstellvertreter Max Nägele leitete nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes die anstehenden Neuwahlen. Zweiter Vorsitzender wurde Marion Isele, Schriftführer ist nun Florian Hirt und zweite Kassiererin ist Manuela Stotz.

Die ausscheidenden Musikkameraden wurden verabschiedet. Die Vereinsnadel in Bronze erhielt Mario Isele. Er ist seit zehnJahren bei der Musik und bereits seit acht Jahren im Vorstand aktiv.