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Maibaum als Symbol für starken Zusammenhalt in Gündelwangen

Die Vereinsgemeinschaft freut sich über funktionierenden Zusammenhalt der Gündelwanger Einwohner. Die 1.-Mai-Feier lockt rund 100 Gäste.

„Es sind viel mehr gekommen, als wir gedacht haben“, meinte eine glückliche Martina Schaller, Räuberhauptfrau aus Gündelwangen. Nun im dritten Jahr zeigt sich endgültig, dass der Dorfplatz in der Mitte der Einwohner angekommen ist. Der Baum der Vereine, aufgestellt zur Eröffnung des Platzes, war im vergangenen Jahr im strömenden Regen geschmückt worden mit einem Fichtlein, nur mit wenigen Vereinsvertretern. Nun feierten erstmals alle Vereine und luden das ganze Dorf ein.

Im Februar hatten die Vereinsvertreter unbemerkt von der Öffentlichkeit eine organisierte Vereinsgemeinschaft gegründet und damit den bisherigen Küchenverein abgelöst. Mario Isele (Trachtenkapelle) ist der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft. Stellvertreter ist Jochen Zehender (Trachtengruppe), Schriftführerin ist Claudia Scharf (Landfrauen) und Manfred Weiler fungiert als Kassierer.

Erst schmückte die Gündelwanger Vereinsgemeinschaft den neuen Maien noch, bevor Feuerwehrmänner sich mit der Bonndorfer Drehleiter in luftige Höhen fahren ließen, um dort am Baum der Vereine das Werk anzubringen.
Erst schmückte die Gündelwanger Vereinsgemeinschaft den neuen Maien noch, bevor Feuerwehrmänner sich mit der Bonndorfer Drehleiter in luftige Höhen fahren ließen, um dort am Baum der Vereine das Werk anzubringen. | Bild: Gudrun Deinzer

Die Idee zum Fest

„Es war nicht immer so, dass die Gündelwanger Vereine an einem Strang gezogen haben. Aber wir alle kämpfen um Nachwuchs, da kann nicht jeder alles alleine machen, da muss man zusammenrücken“, sagt Mario Isele. Die Idee zu dem Fest entstand aus der Zusammenkunft aller und auch die Einnahmen kommen allen zugute. Untermalt von Musik, die die Trachtenkapelle unter Leitung von Andreas Dörnte spielte, hatten schon beim Schmücken des Bäumchens gut 100 Gündelwanger Platz genommen. Feuerwehrhauptmann Andreas Stoll und Jochen Zehender wagten sich mit der Bonndorfer Drehleiter in luftige Höhen, dirigiert von Martin Selz, um dort die neue Maibaumspitze unter Beifall zu montieren. Schließlich stiegen auch Gemeinderäte in den Korb der Drehleiter und ließen sich 30 Meter in die Lüfte schrauben.

„Es ist wirklich toll, wie der Platz aufgenommen wird“, meinte Max Nägele. Man spüre regelrecht, wie die Gemeinschaft im Dorf wieder wachse, „man hört auch den Stolz der Gündelwanger auf ihren Dorfplatz heraus.“ Nachdem nun auch der Fußverbindungsweg geschaffen ist von Gündelwangen nach Holzschlag und vor kurzem der zweite Wanderbus eingesetzt worden ist, der die Dörfer anfährt, fehle nur noch der Räuberpfad, für den der Schwarzwaldverein verantwortlich zeichnet.

Davon ließen sich die Sumpflochhexen freilich nicht beeinträchtigen. Sie tanzten im Hexenloch am Feuerwehrhaus in den Mai.

 

Unter den Musikern herrscht große Freude

Von Cornelia Selz

Ernst Sigwart für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Trachtenkapelle Gündelwangen geehrt / Hans Peter Riesle nun Ehrenmitglied.

BONNDORF-GÜNDELWANGEN. Die Hauptversammlung der Trachtenkapelle Gündelwangen gestaltete sich etwas anders als sonst, da in ihr die beim Jahreskonzert wegen Krankheit ausgefallener Ehrung des Tenorhornisten Ernst Sigwart nachgeholt wurde und natürlich zu so einem Jubiläum auch musikalisch gratuliert werden musste.

 


Ernst Sigwart ist der älteste aktive und bisher einzige Musiker, der der Trachtenkapelle 60 Jahre treu ist. Der Jubilar freute sich über die vom Vorsitzenden Mario Isele überreichte Urkunde des Bundes deutscher Blasmusikverbände und die Ehrennadel in Gold mit Diamant, aber noch mehr über einen aus Holz geschnitzten Tenorhornspieler, der ihm verblüffend ähnlich sieht.

Der beim Konzert für 40 Jahre geehrte Hans Peter Riesle wurde laut Satzung zum Ehrenmitglied ernannt. Dies bedeute: Vorbild sein, weiter machen, nicht zur Ruhe setzen. Für zehn Jahre wurde die "Aushilfe" an der Querflöte Doris Bernhart und Gerhard Schnorr, der seit zehn Jahren Kassierer, jedoch kein Musiker ist, mit der Vereinsnadel der Trachtenkapelle ausgezeichnet.

Dirigent Andreas Dörnte bezeichnete Ernst Sigwart als ein Stück Trachtenkapelle, wenn er jetzt auch wahrscheinlich nicht mehr mitspielen kann, so sei er immer herzlich willkommen. "Wir haben miteinander ein schönes Jahr erlebt, noch nie so viel Spaß beim Jahreskonzert gehabt. Ich arbeite gerne auf Konzert und Sommerprogramm hin, wünsche mir Disziplin bei der Anwesenheit und möchte, dass die Jugend integriert wird und dass sie Spaß haben, denn sonst habe ich etwas als Dirigent falsch gemacht."

Neue Wege startete die Trachtenkapelle bereits 2017 mit der Suche nach Mitgliedern mit zwei offenen Proben. Auch dieses Jahr werden ältere Musiker, die schon mal ein Instrument gespielt haben, eingeladen, mal reinzuschnuppern, um vielleicht wieder einzusteigen. Verbunden mit einem Hock oder Grillfest am Samstag, 21. Juli, ab 18 Uhr kann man erste Kontakte knüpfen und überlegen, ob man auf die auch viel Geld kostende Ausbildung nicht noch mal eine weitere Musikerzeit aufbaut. Natürlich wird ein Vorlauf gewährt zum Aufbau der Ansatztechnik und Erarbeiten der Musikstücke. "Also für mich ist das Musizieren die totale Entspannung, da kann ich mich aus dem Alltag ausklinken", sagt Klarinettistin Andrea Bernhart.

 


Mario Isele freute sich, dass man mit dem Dirigenten so gut musikalisch unterwegs sei, 45 Proben und 19 Auftritte der verschiedensten Art zusammen gemeistert habe. Für guten Probenbesuch wurde Manfred Weiler geehrt, der nur ein Mal fehlte, zu 95 Prozent anwesend waren Andrea Bernhart und Hubert Haury, gefolgt von Mario Krajniak, Armin Köpfer und Andreas Dörnte. Der durchschnittliche Probenbesuch lag bei 81 Prozent. Den Wanderpokal für das beste Register erhielten die Flügelhörner zum vierten Mal in Folge. Stolz ist er auf ein derzeit tolles, gut besetztes Klarinetten- und Saxophonregister. Der nächste Termin ist das Setzen eines Maitännles auf dem Dorfplatz am Montag, 30. April, um 17 Uhr. Ebenfalls dort und im Schulgebäude soll auch wieder das Herbstfest am Samstag/Sonntag, 6. /7. Oktober, stattfinden.

In den Teilwahlen zur Vorstandschaft wurde Vorsitzender Mario Isele, der stellvertretende Kassierer Simon Riesle und Beirat Fabian Marder in den Ämtern bestätigt.


Trachtenkapelle Gündelwangen

Die Ehrung langjähriger Mitglieder und Teilwahlen gab es bei der Trachtenkapelle Gündelwangen. Ernst Sigwart musiziert schon seit 60 Jahren, Hans-Peter Riesle seit 40 Jahren.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Trachtenkapelle Gündelwangen standen Ehrungen langjähriger Mitglieder sowie Teilwahlen des Vorstands. Für den Vorsitzenden Mario Isele war es eine große Freude, Ernst Sigwart als ältestes aktives Mitglied für 60 Jahre Musizieren auszeichnen zu können. Er trat 1957 dem damaligen Musikverein bei und erlernte das Spielen auf dem Tenorhorn. Sigwart wurde bereits mit der silbernen und goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und die Kapelle ernannte ihn 1998 zum Ehrenmitglied. Er arbeitete mehrere Jahre auf verschiedenen Posten im Vorstand mit. Vorsitzender Isele überreichte ihm die Urkunde und die Ehrennadel in Gold mit Diamant von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und vom Verein einen geschnitzten Tenorhornspieler.

Hans-Peter Riesle war bereits beim Jahreskonzert für 40 Jahre Musizieren ausgezeichnet worden. Während der Versammlung ernannte ihn der Vorsitzende zum Ehrenmitglied. Flötistin Doris Bernhart und Kassierer Gerhard Schnorr erhielten für zehn Jahre Treue die Vereinsehrennadel. Für die Geehrten spielten die Musiker, die eigens ihre Instrumente mitgebracht hatten, einen Marsch und eine Polka.

Vorsitzender Isele begrüßte besonders Stadtrat Max Nägele, Ehrendirigent Winfried Rombach sowie die Vorsitzenden der Räuberzunft, Martina Schaller und Ingo Stegerer. Er gratulierte Luca Koch zur bestandenen Prüfung für das bronzene Jungmusikerleistungsabzeichen und gab bekannt, dass er die Kapelle ab Mai verstärken wird. Unter der Leitung von Stadtrat Nägele sind Vorsitzender Mario Isele, zweiter Kassierer Simon Risle und Beirat Fabian Marder in ihren Ämtern bestätigt worden. Der Stadtrat überbrachte die Grüße des Gemeinderats und von Bürgermeister Michael Scharf, dankte für die Arbeit das ganze Jahr über und war stolz auf die Leistung der Kapelle.

Schriftführerin Sandra Heurung gab einen Rückblick auf die Termine des vergangenen Jahres. Dazu gehörten der Zunftabend der Räuber, das Narrentreffen in Birkendorf, die Fasnet in Gündelwangen, die Hauptversammlung des Blasmusikverbands Hochschwarzwald in Bonndorf, die Frühschoppenkonzerte in Bachheim und St. Blasien, die Jugendwerbung, die offene Probe, das Konzert bei der Kohlplatzhütte Ebnet, der Umzug zum 50-jährigen Bestehen des Heimat- und Trachtenvereins Bonndorf, das Kirchenfest, die Feuerwehrprobe in Glashütte, der Martinsumzug, der Fasnetauftakt, das Probenwochenende sowie das Adventsliedersingen in der Pfarrkirche. Kassierer Gerhard Schnorr legte Einnahmen und Ausgaben offen. Seine Arbeit lobten Georg Hofmeier und Thomas Wissler.

Dirigent Andreas Dörnte blickte auf ein musikalisch schönes Jahr zurück. Höhepunkt war das Jahreskonzert, auf das sich die Kapelle intensiv vorbereitet hatte. Musikern und Dirigent hat es großen Spaß gemacht und für jeden war etwas Passendes dabei. Für Dörtne spricht nichts gegen eine weitere Fortführung der Zusammenarbeit. Er appellierte an die Musiker, bei den Proben und Auftritten Präsenz zu zeigen. Sein Dank galt der Räuberzunft für den geschnitzten Stab, mit dem ihn die Zunft am Propagandasonntag überrascht hatte. Ein Präsent für mehr als 90-prozentigen Probenbesuch erhielten Andrea Bernhart, Armin Köpfer, Hubert Haury, Mario Krajniak, Manfred Weiler und Andreas Dörnte. Die Räubervorsitzende Martina Schaller dankte für die musikalische Begleitung bei den Fasnachtsveranstaltungen und fragte rhetorisch: „Was wäre Gündelwangen ohne die Trachtenkapelle?“

Trachtenkapellen-Förderer blicken zurück

Gündelwanger Verein erhöht bei Hauptversammlung den Mitgliederbeitrag. Viele Veranstaltungen sind in diesem Jahr geplant.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Trachtenkapelle Gündelwangen, Tobias Isele, freute sich zur Hauptversammlung Stadtrat Max Nägele sowie den Vorsitzenden der Kapelle, Mario Isele, begrüßen zu können. Schriftführerin Andrea Bernhart blickte auf das vergangene Jahr zurück. Der Verein beteiligte sich an der Jugendwerbung der Bläserjugend der Bonndorfer Musikvereine sowie am Martinsumzug. Der Ausflug führte in den Europapark Rust. Beim Jahreskonzert der Trachtenkapelle konnten Luisa Bernhart und Anna Faller mit dem Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber und Lea Riesle mit dem Abzeichen in Bronze ausgezeichnet werden. Kassenwart Mario Krajniak berichtete, dass 2000 Euro für die Jugend- und Vereinsarbeit an die Trachtenkapelle überwiesen wurden. Selina Sigwart und Erika Schübel-Merz bestätigten die gute Arbeit des Kassierers.

Mario Isele dankte für die jährlichen finanziellen Zuwendungen und gab einen schriftlichen Antrag von Hubert Haury für die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge bei den Passiv- und Fördervereinsmitgliedern von elf auf 15 Euro bekannt, um die fehlenden Einnahmen im Wirtschaftsbereich auszugleichen. Der Vorstand der Kapelle schlug eine Erhöhung um zwei Euro vor. Nach längerer Diskussion wurde mehrheitlich entschieden, den Beitrag für die rund 30 Passiv- und 45 Fördervereinsmitglieder um vier auf 15 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2018 zu erhöhen.

Der Vorsitzende der Trachtenkapelle, Mario Isele, nannte als nächste Termine für den Förderverein die Jugendwerbung am 21. April, den Ausflug nach Freiburg am 7. Juli und das Herbstfest am 6. und 7. Oktober. Die Termine der Trachtenkapelle sind wie folgt: 30. April, Maitännlestellen auf dem Dorfplatz, 6., 10. und 20. Mai Mittagskonzerte beim Frühlingsfest in Bonndorf, beim Vatertagshock in Holzschlag und den Pfingstwandertagen in Bachheim, 30. Mai, Fronleichnam, 17. und 24. Juni, Frühschoppen in Grafenhausen und St. Blasien, 30. Juni, Sommerfest in Raitenbuch, 21. Juli, offene Probe mit Grillfest, 5. und 19. August, Annafest in Ebnet und Kirchenfest in Gündelwangen.



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