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Eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens

Viele Gündelwanger genießen das Adventsliedersingen in der Pfarrkirche / Friedenslicht aus Betlehem ist angekommen.

Das Friedenslicht aus Betlehem ist auch in Gündelwangen angekommen. Die Trachtenkapelle stimmte in der Kirche musikalisch auf Weihnachten ein. Foto: Cornelia Selz

 

Geheimnisvolle Gestalten, oder doch ganz menschlich? Wie oft sagt man auch zu einem Menschen, der einem hilft: "Du bist ein Engel!" Mehr darüber erfuhr man beim Adventsliedersingen am Abend des 4. Advents in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Gündelwangen, zu dem die Trachtenkapelle Gündelwangen, wie schon am 2. Advent, eingeladen hatte.

Jungmusiker und Mitglieder der Trachtenkapelle unter der Leitung von Dirigent Andreas Dörnte umrahmten die Einstimmung auf die Weihnachtszeit musikalisch mit den Liedern "Tochter Zion", "Alle Jahre wieder" und "Wir sagen euch an den lieben Advent". Bei diesem Lied entzündete Jungmusikerin Annika Stoll den vier Strophen folgend die vier Adventskerzen an der den Adventskranz ersetzenden Baumwurzel. Messmerin Margret Harder las verschiedene Geschichten zum Fest, darunter eine amüsante über das gestohlene Jesuskind, und eben auch eine über die Engel, vor. Die Adventszeit lädt ein, eine Kerze anzuzünden, damit ist jedoch nicht nur die Wachskerze gemeint, in uns selber sollen wir das Licht schauen und weitergeben.

Ein anderes Licht, das Friedenslicht aus Betlehem, ist nun auch in Gündelwangen angekommen und stand an diesem Abend vor dem Altar, wie überall in der Welt, zum Gedenken an Jesu Geburt. Möge es uns Allen wirklich Frieden bringen.

Im Anschluss konnte man sich vor der Kirche an heißem Glühwein erwärmen, Margret Harder servierte dazu ihr beliebtes Apfelbrot, und man konnte dem angekündigten Adventsläuten lauschen. Hierbei erklang zuerst jede Glocke im Glockenturm einzeln, bevor das Gesamtgeläut erklang. Die Adventszeit soll eine Zeit der Besinnung sein. Die Idee zu dieser schönen Zusammenkunft, einem gemeinsamen Innehalten, wurde von vielen Gündelwangern gerne angenommen.

 

 


Bericht Badische Zeitung

 

Musiker feiern mit Premiere großen Erfolg

Von Freund zu Freund: Beim "etwas anderen Doppelkonzert" traten die Blaskapellen aus Grünwald-Holzschlag und Gündelwangen erstmals gemeinsam auf.

„Von Freund zu Freund“: Das etwas andere Doppelkonzert der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag mit der Trachtenkapelle Gündelwangen wurde zum großen Erfolg. Unser Foto zeigt beide Kapellen gemeinsam auf der Bühne.

 

Ein paar hundert Meter trennt sie nur, die Bonndorfer Ortsteile Holzschlag und Gündelwangen. Musikalisch trennte sie nichts mehr am Samstagabend in der Bonndorfer Stadthalle. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte standen sie gemeinsam auf der Bühne, um zu zeigen, dass sie sich nicht nur gut verstehen, sondern auch sehr gut zusammen musizieren können. Der Beweis war der immer wieder aufbrausende Applaus der vielen Zuhörer, die auch nach drei Stunden Programm nicht müde wurden. Dirigent Andreas Dörnte eröffnete den Abend mit der Trachtenkapelle aus Gündelwangen mit dem schwungvollen Marsch "Bohemia" und der bekannten Polka "Nechod K´Nam" – das Eis war gebrochen. Beim Solostück "Gabriella’s Song" bewies Hans-Peter Riesle Ansatz, Gefühl und Stehvermögen, das ganze Flügelhornregister war gefordert. Poppig wurde es beim Medley "The Beatles Gold" – jeder kennt die Melodien. Vor der Umbaupause erklang der zackige Militärmarsch "Regimentskinder" ganz nach dem Geschmack der Konzertbesucher.

Das Zusammenspiel funktionierte hervorragend

 

Werner Kessler beim Solo an der Trompete. Foto: Wolfgang Scheu


Die Bühne füllte sich, gemeinsam ging es weiter mit weit mehr als 40 Musikern und Musikerinnen beider Vereine. Das charmant-souveräne Moderatorenduo Selina Sigwart und Christian Podeswa scherzte von der "Blaskapelle Holzwangen" und der "Trachtenkapelle Gündelschlag". Die große Besetzung brauchte es aber auch bei den gemeinsamen Stücken im Programmteil "Von Freund zu Freund". Der Klangkörper war gewaltig, das Zusammenspiel funktionierte hervorragend, das hörte man schon beim feierlichen Beginn des Stücks "Concerto D’Amore". Ab ging die Post beim zweiten Stück unter der Leitung von Andreas Dörnte. Herb Alpert – der Name ist nicht allzu geläufig, die schwungvollen Melodien haben fast alle schon einmal gehört, die in den letzten 40 Jahren am Samstagabend den Fernseher eingeschaltet haben.

 

Auch zwei Piraten hatten sich beim Weihnachtskonzert unter die Musiker gemischt. Foto: Wolfgang Scheu

 


"Wo isch denn der Adrian? " fragte Selina Sigwart übers Mikrofon. Noch leicht nervös übernahm der Holzschläger Dirigent Adrian Scheu den Taktstock für den Rest des Abends. In den Proben lief es nie ganz rund, beim Konzert erklang das Stück "Pirates of the Carribean" mit all seinen Tempi- und Taktwechseln in voller Pracht. Auch die Holzschläger Spaßvögel Schorle und Flo hatten vorsichtshalber die Augenklappen ihres Piraten-Outfits zur Seite gedreht, zu anspruchsvoll war das, was auf den Notenblättern stand, um es leichtfertig einäugig zu betrachten. Der Marsch "POS" beschloss den gemeinsamen Teil: Experiment gelungen, Publikum begeistert.

Alleine meisterten die Musiker aus Holzschlag und Grünwald den letzten Teil des Abends. Die Register wurden kleiner, der Klang litt keineswegs. Es war letztendlich auch das Weihnachtskonzert der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag und dafür hatten sie lange geprobt. Bei der Polka "Gerlinger Zeiten" unterstützte Gastmusiker Andreas Dörnte mit perfekter Nebenmelodie an der Querflöte. Der Maxglaner Zigeunermarsch war eine Spezialversion, statt der gewohnten Geige gab es einen Ausflug in den Orient. "Die Hexe", ein weniger bekannter Titel von Ernst Mosch, begeisterte ebenso. Beim "Patronatsmarsch" zeigte Schlagzeuger Linus Sedlak Einsehen, er spielte die schwierigen Einsätze exakt und präzise, genau so, wie es der Dirigent wollte. Der ungewöhnliche Titel "Ad Rem" entpuppte sich als Solo-Walzer aus dem Musikantenhimmel, Jörg Risle am Tenorhorn startete den Reigen am geschmückten Tannenbaum, Musiker aus allen Registern glänzten im Wechsel. Mit dem mährischen Tanzstück "Für Walter" beendeten die Holzschläger den offiziellen Teil.

Solist Hans Peter Riesle bei Gabriella’s Song. Foto: Wolfgang Scheu


Gemeinsam mit den Gündelwangern hieß es in der Zugabe "Von Freund zu Freund". Die Freunde im Publikum ließen die Musiker aber noch nicht gehen, erst nach dem Klassiker "Böhmische Liebe" gingen die Lichter aus. Fazit von Dirigent Adrian Scheu: Vor einer Woche feierte er seinen 30sten Geburtstag, seine Musikfreunde aus Gündelwangen, Holzschlag und Grünwald bescherten ihm aber nachträglich mit diesem perfekten Konzert das schönste Geschenk.

 

 

 


 


Bericht Südkurier

Konzert mit zwei Kapellen: Viel Applaus für doppeltes Vergnügen

Konzert mit der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag und der Trachtenkapelle Gündelwangen begeistert Besucher in der Stadthalle Bonndorf. Die Musiker ernten für ihre Leistung viel Applaus.

Bonndorf – Die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag und die Trachtenkapelle Gündelwangen hatten die Freunde der Blasmusik zu einem bemerkenswerten Doppelkonzert unter dem Motto "Von Freund zu Freund" eingeladen. In der vollbesetzten Stadthalle begrüßten die Vorsitzenden Jürgen Birkenberger und Mario Isele besonders Bürgermeister Michael Scharf, Ehrenvorsitzender Wolfgang Fehrenbach sowie Ehrendirigent Winfried Rombach. Sie freuten sich auf zwei Premieren.

Erstmals veranstaltete die Blaskapelle ihr Jahreskonzert in der großen Halle und einmalig in der Geschichte beider befreundeter Kapellen war, dass sie bei einem Doppelkonzert gemeinsam auf der Bühne musizierten. Die beiden Dirigenten Adrian Scheu und Andreas Dörnte hatten bei intensiven Gesprächen das beeindruckende Konzert vorbereitet. Gekonnt und amüsant führten Selina Sigwart und Christian Podeswa durch das Programm.

Den ersten Teil des Konzertabends übernahm die Trachtenkapelle und eröffnete mit "Bohemia". Bei der Polka "Nechod K'nam – Es ist schön" waren die Besucher eingeladen, mitzusingen. Das Flügelhorn-Solo spielte Hans-Peter Riesle beim modernen Lied "Gabriella's Song". Mit Beatles Gold und bekannten Melodien wie "Let it be", "Yesterday" und "Yellow Submarine" der früheren Rockband erfreuten die Musiker nicht nur die ältere Generation. Die Trachtenkapelle verabschiedete sich mit dem Militärmarsch "Die Regimentskinder" von Julius Fucik. Unmittelbar danach kamen die Mitglieder der Blaskapelle auf die Bühne und nahtlos ging es zu dem Doppelkonzert über. Andreas Dörnte dirigierte das Konzertwerk "Concerto D'amore" von Jakob de Haan, das Barock, Pop und Jazz miteinander verbindet sowie weltweit beliebte Melodien der Help Alpert Selection.

Dann entführte Dirigent Adrian Scheu die Besucher mit der Filmmusik "Pirates of the Caribbean" und Captain Jack Sparrow in die Karibik. Das etwas andere Doppelkonzert endete mit dem polnischen Militärmarsch "P.O.S".

Den Abschlussteil übernahmen die Musiker der Blaskapelle mit Polkas, Märschen und Walzern. Sie begannen mit "Gerlinger Zeiten". Beim "Maxglaner Zigeunermarsch" waren unter anderem orientalische Klänge zu hören. Zum Marsch "Die Hexe" überreichte Selina Sigwart ihrem Mitstreiter Christian Podeswa einen Besen. Der Konzertabend endete mit dem "Patronatsmarsch", dem Walzer "Ad Rem" und der Polka "Für Walter".

Mit Riesenbeifall baten die Besucher um eine Zugabe. Sehr zur Freude aller kamen nochmals die Musiker beider Kapellen auf die Bühne und spielten gemeinsam das Motto des Abend "Von Freund zu Freund". Mit einer weiteren Zugabe ging ein eindrucksvoller Konzertabend zu Ende. Die beiden Vorsitzenden Birkenberger und Isele dankten den Dirigenten für ihre monatelange Mühe und überreichten Präsente.

 

 

 

 



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