Ein Zeugnis des tiefen Glaubens

Gündelwangen feiert Patrozinium / Kräuter- und Blumenbüschel werden geweiht / Nach der Messe weltliche Feier.

Die Trachtenkapelle Rothaus sorgte für Unterhaltungsmusik bei der weltlichen Feier des Patroziniums in Gündelwangen. Foto: Daniele Schüle

Zahlreiche Gläubige feierten in Gündelwangen mit einem Festgottesdienst und der weltlichen Feier das Kirchenpatrozinium "Maria Aufnahme in den Himmel". Auf Böllerschüsse, das klingende Spiel der Trachtenkapelle beim Marsch der Trachtengruppe und der Feuerwehr vom Gasthaus Hirschen zur Pfarrkirche war diesmal wegen eines Todesfalls im Ort verzichtet worden.

TK Rothaus beim Frühschoppenkonzert Bild Gerhard Schnorr

Pfarrer Eckart Kopp hieß die Besucher aus nah und fern herzlich willkommen. In seiner Predigt erinnerte er, dass in den Evangelien über Maria als Mutter von Jesus extrem wenig zu lesen ist. Sie geben aber Zeugnis von ihrem tiefen Glauben. Der Pfarrer berichtete, dass die Menschen Maria erst wieder unter dem Kreuz und nach der Auferstehung treffen. Der Legende nach soll sie nach unterschiedlichen Aussagen noch 24 oder zwölf Jahre gelebt haben. Bereits im Jahre 451 wurde in der Ostkirche "Maria Aufnahme in den Himmel" als Natale – Geburtsfest gefeiert, denn es war gleichzeitig der Geburtstag zum ewigen Leben. Später hat der Westen das Fest übernommen, das bis heute am 15. August begangen wird.

Papst Pius XII. erklärte am Allerheiligentag 1950 die Glaubenswahrheit, dass die Gottesmutter nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, zum Dogma. 1950 war der II. Weltkrieg wenige Jahre vorbei. In beiden Weltkriegen waren Millionen Tote zu beklagen, Familien wurden auseinandergerissen und die Städte lagen in Schutt und Asche, da sprach die Kirche mit der Verkündigung dieser Glaubenswahrheit neue Hoffnung auf Leben aus. In Maria sehen die Menschen die Hoffnung auf Auferstehung erfüllt. Was sie erlebt hat, ist auch das menschliche Ziel, bei Gott und seiner Herrlichkeit zu sein.

Bild: Gerhard Schnorr


Ein Zeichen der Liebe Gottes sind die Heilkräuter. Während des Gottesdienstes segnete der Pfarrer die mitgebrachten Kräuter- und Blumenbüschel. Mit der Segnung werden die heilenden Kräfte der Natur besonders hervorgehoben. Der Kirchenchor Gündelwangen sang unter Leitung von Franz Gromann "Haec Dies", "Jubilate", "Vom Flügel eines Engels berührt" und "Du bis das Licht der Welt". Eine besondere musikalische Darbietung war das Marienlied "Hail Holy Queen – Gegrüßet seist du Königin" aus dem Film Sister Act, für das die Gläubigen viel Beifall spendeten. Die musikalische Begleitung an der Orgel hatten Annika Grohmann und auf der Gitarre Michael Scharf übernommen. Am Ende der Messfeier dankte der Priester besonders dem Kirchenchor, der weiß, welche Lieder dem Pfarrer gefallen, sowie allen, die den Festtag mitgestalteten. Sein Dank galt einer Gruppe Ministranten aus Kolbingen bei Tuttlingen, die zurzeit ihre Freizeit in einem Zeltlager in Öttiswald verbringen. Sie trugen eine Lesung und die Fürbitten vor.

Bild Gerhard Schnorr


Vorsitzender Mario Isele lud alle im Namen der Trachtenkapelle zur weltlichen Feier in und um das Feuerwehrgerätehaus ein. Die Trachtenkapelle Rothaus unter Leitung von Vizedirigent Michael Greiner sorgte für ein zünftiges Unterhaltungskonzert. Angeboten wurden Mittagstisch, Getränke, Kaffee und Kuchen. Der Festtag klang am Abend mit einer Marienandacht in der Pfarrkirche aus.

Kirchenfest in Gündelwangen 2017

 


Umzug in Bonndorf am 30.07.2017 --50 Jahre Heimat und Trachtenverein Bonndorf

Umzug in Bonndorf am 30.07.2017 --50 Jahre Heimat und Trachtenverein Bonndorf

Umzug in Bonndorf am 30.07.2017 --50 Jahre Heimat und Trachtenverein Bonndorf


 


Bild könnte enthalten: 1 Person

Pfingswandertage 2017 in Bachheim (Frühschoppen Pfingssonntag)

 

 

Die Musiker der Trachtenkapelle Gündelwangen erhalten ein Lob von Dirigent Andreas Dörnte

Teilwahlen und Ehrungen standen bei der Trachtenkapelle Gündelwangen auf der Tagesordnung. Die Ausbildung des Nachwuchses erfolgt künftig bei der Jugendmusikschule in Bonndorf.

Der Vorsitzende Mario Isele (links) ehrte Sandra Heurung für 20 Jahre aktives Musizieren und gratulierte dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden Armin Köpfer. | Bild: Daniele Schüle

Bei der Hauptversammlung der Trachtenkapelle Gündelwangen nannte der Vorsitzende Mario Isele die Einweihung des neuen Dorfplatzes und das Freundschafts-Doppelkonzert mit der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag als Höhepunkte des vergangenen Jahres. Stadtrat Jürgen Faller leitete die Teilwahlen des Vorstands. Der stellvertretende Vorsitzende Mike Faller kandidierte nicht mehr. Zum Nachfolger wählten die Mitglieder Armin Köpfer. Erneut das Vertrauen für zwei Jahre erhielten Kassierer Gerhard Schnorr, Beirat Mario Krajniak und Vizedirigent Ernst Waldvogel. Der Vorsitzender dankte Mike Faller für 17 Jahre Vorstandstätigkeit, zuerst vier Jahre im Dreierteam und seit 2005 als stellvertretender Vorsitzender.

Der Vorsitzende freute sich, Sandra Heurung für 20 Jahre aktives Musizieren mit der Ehrennadel der Kapelle auszeichnen zu können. Sie spielte zuerst die Klarinette und wechselte später auf das Alt- und Tenorsaxophon. Drei Jahre verstärkte sie den Vorstand als Beirätin, zwei Jahre als Jugendvertreterin und übernahm im vergangenen Jahr das Amt der Schriftführerin. Der Vorsitzende informierte über die Jugendausbildung, die zukünftig zentral von der Jugendmusikschule Südschwarzwald in Bonndorf übernommen wird. Die Trachtenkapelle habe momentan eine starke Jugend. Alle kommenden Nachwuchsmusiker werden ihre Ausbildung in Bonndorf erhalten. Isele gab einen kurzen Bericht über die Neuerungen des Blasmusikverbands Hochschwarzwald.

Schriftführerin Sandra Heurung blickte auf 24 Auftritte und 43 Proben zurück. Dazu gehörten unter anderem das Jahreskonzert, das Narrentreffen mit der Räuberzunft in Eggingen, der Carneval in der französischen Partnerstadt Bains-les-Bains, der Vatertagshock in Holzschlag, der Umzug und das Konzert beim Feuerwehrjubiläum in Wittlekofen, die Pfingstwandertage in Bachheim, Fronleichnam, die Jugendwerbung, das Annafest in Ebnet, das Kirchenfest in Gündelwangen, der verkaufsoffene Sonntag in Bonndorf, der Weihnachtsmarkt in Holzschlag, das Adventsliedersingen sowie das Doppelkonzert „Von Freund zu Freund“. Gerhard Schnorr gab Einblick in die Kassengeschäfte. Thomas Wissler und Erika Schübel-Merz lobten die Arbeit des Kassierers. Der Vorsitzende Mario Isele freute sich über das stetige Plus und das gute finanzielle Polster der Trachtenkapelle.

Dirigent Andreas Dörnte macht die Arbeit mit der Trachtenkapelle großen Spaß. Als Höhepunkt bezeichnete er das Doppelkonzert. Er sprach allen Musikern ein großes Kompliment für die intensive Probenarbeit aus. Als wichtige Ziele nannte er, den Klang und die Klangbalance weiter auszuarbeiten sowie die Dynamik zu intensivieren. Er bat um rechtzeitige Abmeldung, falls eine Teilnahme bei den Auftritten nicht möglich ist. Vorsitzender Mario Isele bezeichnete den Dirigenten als „Sechser im Lotto“. Die fleißigsten Probenbesucher Manfred Weiler, Ernst Sigwart, Andreas Dörnte, Andrea Bernhart, Armin Köpfer, Ernst Waldvogel, Mario Krajniak und Hubert Haury erhielten Gutscheine. Groß war die Freude der Flügelhornisten, die zum dritten Mal in Folge mit dem Wanderpokal als bestes Register ausgezeichnet wurden.

 



neue Bilder in der Gallerie(2017/Fasnet alle Bilder) update 09.03.2017

 

Fasnet Sunndig

Schönes Bild närrischer Fröhlichkeit

Beim großen Fasnetsonntagsumzug in Gündelwangen zeigen Wagenbauer, Musikanten und Fußgruppen wieder große Kreativität.

Die Narrenmusikanten beherrschen auch „reitend“ ihre Instrumente. Mit dem Gündelwanger und Bonndorfer Narrenmarsch

sorgten sie beim Umzug für Stimmung. Foto: Erhard Morath

Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der große Gündelwanger Fasnetsonntagsumzug, beginnend am neuen Dorfplatz in Richtung Farrenstall/Herdepfelloch, bekannt auch als "Bermundadreieck an der Bonndorfer Straße, in Bewegung. Hubert Haury sorgte mit mehreren Donnerschlägen aus seiner Signalkanone dafür, dass alle im Ort, einschließlich der Holzschläger, von dem Ereignis erfuhren. Der närrische Lindwurm, der einmal mehr sowohl zahlreiche Fastnachtswagen als auch Musikanten- und Fußgruppen enthielt, bot ein eindrucksvolles Bild närrischer Fröhlichkeit. Hauptsächlich im Bereich der Einmündung in die Bundesstraße beim (leider geschlossenen) Gasthaus Hirschen und am Feuerwehrhaus hatten sich viele, ebenfalls meist närrisch gesinnte und kostümierte Zuschauer eingefunden. Traditionell gab Max Nägele über Lautsprecher einige Erklärungen zu dem, was im Dorf an Ideen, Fleißarbeit, Witz und Humor buchstäblich auf die Beine gestellt worden und im Umzug nun zu bewundern war.

Stolz konnte der Elferrat, allen voran Narrenmutter Sybille Lehmann, bei Bilderbuchwetter den Umzug anführen. Direkt dahinter ritt und spielte die Gündelwanger Trachten- sprich Narrenkapelle unter Leitung von Andreas Dörnte zur Freude der ihnen folgenden starken Pflumeschluckergruppe. Hocherfreut meldeten sich auch die Holzschläger mit ihrem Narrenvater Holger Birkle mittels Wagen- und Fußgruppe zum Thema "Land Baden" zu Wort und ernteten nicht nur von "ihrem" Bürgermeister Michael Scharf am Wegesrand den verdienten Beifall. Natürlich durften die beiden vielköpfigen und prächtig aufgelegten Gündelwanger Guggenmusiken, das "Katastrophen-Orchester" und die "Gundelsteiner", nicht fehlen. Sie hatten sich gut organisiert im weiteren Verlauf des Umzuges eingereiht. Urige, beinahe waschechte Highländer, Badische Rehe und lebende Rehbocktrophäen, die Räuber als badende Badner, menschliche Tannenzäpfle-Flaschen, die Sumpflochhexen, seit drei Jahren eine feste Größe im örtlichen Narrenkonzert, und eine Fischergruppe in gelbem Ölzeug mit ihrem Kutter "St. Holgar" und viele weitere Narren- und Familiengruppen klinkten sich hinzu und trieben ihren Spaß mit dem Publikum. Und, soweit unmaskiert, sah man ihnen die närrische Lebensfreude ins Gesicht geschrieben.

Am Ende wendete der "Lindwurm" und bevölkerte dann zum Finale den großen Platz im Bereich des Feuerwehrhauses. Dort stärkten sich Jung und Alt an dargebotenen nahrhaften Fasnetspeisen und durststillenden Getränkeofferten. Nach weiteren gastronomischen Möglichkeiten suchte man/frau in diesem Jahr vergeblich. Doch die Gündelwanger Narren ließen sich davon die Stimmung nicht nehmen und feierten bis spät in die Nacht hinein mit heißen Rhythmen, volkstümlichen Weisen und hundertfachen Narri- und Narro-Rufen.

 Propagandasunndig

im Gasthaus Hirschen in Gündelwangen


Narrentreffen Birkendorf 14.02.2017

Narrentreffen Birkendorf 14.02.2017

Narrentreffen Birkendorf 14.02.2017

Narrentreffen Birkendorf 14.02.2017