Seit 25 Jahren der Trachtenkapelle treu

Erika-Schübel-Merz mit der Verbandsehrennadel ausgezeichnet

Für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zur Trachtenkapelle Gündelwangen wurde Erika Schübel-Merz

von Lothar Mai (links) und Mario Isele geehrt.

 

BONNDORF – GÜNDELWANGEN.  Das als Wunschkonzert gestaltete Jahreskonzert der Trachtenkapelle Gündelwangen bot am Samstagabend den passenden Rahmen, um die Klarinettistin Erika Schübel-Merz für ihre 25 jährige Zugehörigkeit zur Trachtenkapelle Gündelwangen zu ehren. Der stellvertretende Verbandsdirigent Lothar Mai aus Urach überreichte ihr die silberne Verbandsehrennadel und die dazugehörende Urkunde.

Erika Schübel erlernte ab 1972 das Klarinettenspiel bei der Trachtenkapelle Gündelwangen. Von 1983 bis 87 war sie auch als Schriftführerin im Vorstand der Trachtenkapelle tätig. 1989 legte sie dann eine Baby - und Erziehungspause für ihre beiden Söhne ein. Seit 1999 ist sie wieder voll dabei und als hilfsbereite Musikerin im Kreis ihrer Musikkameraden und Kameradinnen bekannt.
Auch der Vorsitzende der Trachtenkapelle, Mario Isele, gratulierte Erika Schübel-Merz zu ihrem Jubiläum und überreichte ein Blumengebinde und einen Gutschein des Handels- und Gewerbevereins, bevor die Trachtenkapelle mit den "Jubiläumsklängen" gratulierte.


Die Solostücke lagen vorn

BONNDORF-GÜNDELWANGEN. Die Trachtenkapelle Gündelwangen gestaltete ihr diesjähriges Jahreskonzert als Wunschkonzert. Die 32 Musiker aller Altersgruppen präsentierten sich mit ihrem Dirigenten Frank Unold als homogene Kapelle.

„Captain Cook“ Ernst Waldvogel (rechts) und seine singenden Saxophone.

 

BONNDORF-GÜNDELWANGEN. Die Trachtenkapelle Gündelwangen gestaltete ihr diesjähriges Jahreskonzert als Wunschkonzert. Aus den Bereichen Märsche, Walzer, Polka, Soli und Modern konnten die Konzertbesucher ihre Favoriten wählen. Die Wunschzettel nahmen dem Datum entsprechend der Nikolaus (Gerald Vogt) und sein Knecht Ruprecht (Günter Kunzelmann)entgegen. Die 32 Musiker aller Altersgruppen präsentierten sich mit ihrem Dirigenten Frank Unold als homogene Kapelle, welche die dargebotenen Stücke gekonnt und ansprechend vortrug.

Bis zum Schluss gab es Veränderungen in der Reihenfolge bei den vorderen Plätzen, die auf der digitalen Schautafel zu beobachten waren. Auch die Kapellenmitglieder ließen es sich nicht nehmen nachzuhelfen, damit ihr favorisierter Siegertitel gewann.

Mit fünf Punkten Vorsprung war es dann das einzige moderne Stück, die Filmmusik von "Pirates of the Caribbean", "Fluch der Karibik", die Soundtrack Highlights, die teils sehr moderne, aber auch wieder melodische Passagen aufwiesen. Nach hartem Ringen auf den 2. Platz mit 224 Punkten verwiesen wurde "Captain Cook und seine singenden Saxophone". Hier spielten Ernst Waldvogel als Captain Cook und Elsa-Maria Kunzelmann und Sandra Heurung mit dem Alt-Saxophon, sowie Niklas Bernhart mit dem Tenorsaxophon die schönen Melodien "Last rose of Summer", "Just walking in the rain", "Der weiße Mond von Maratonga" und "O mia bella Napoli". Eine weitere, sehr bekannte Melodie errang Platz 3. Hier spielte Mike Faller die Solotrompete in "Wein’ nicht um mich Argentinien" von Andrew Lloyd Webber.

Beim nächstplatzierten Titel, dem Marsch "Kometenflug", wurde von jedem Register der nötige Respekt und volles Können verlangt. Die Posaunisten Raimund Marder, Hubert Haury und Andreas Riesle waren mit ihrem Solo beim "Posaunenexpress" die Stars. Der von dem aktiven Ehrenmitglied Ernst Sigwart zu Anfang des Jahres geäußerte Wunsch nach einem Stück mit den schönsten Kompositionen für Tenorhorn ging mit dem Stück "Tenorhorn-Träume" zum Ende des Jahres nun in Erfüllung. Zusammen mit Andreas Eggert und Armin Köpfer spielte er in einem Polka – Potpourri die Melodien "Freunde fürs Leben", "Tenorhornpolka" und "Mit uns soll jeder fröhlich sein".

Nachdem nun alle Solostücke auf den vorderen Rängen gespielt wurden, erklang auf Rang sieben der deutsche Konzertmarsch "Alte Kameraden" mit klarem Aufbau und einer Vielzahl von Tonfarben. Hier stach besonders die präzise gespielte Piccoloflöte von Gastspielerin Doris Bernhart aus Bonndorf hervor, vom übrigen Orchester gekonnt umspielt. Auf die beiden vorletzten Plätze verbannt wurden die beiden Polkas "Sorgenbrecher" und "Böhmischer Geburtstagsgruß". Auch der letzte Titel, der Walzer "Der Weg zurück" von Ernst Mosch, aber im ausgeprägten melancholischen Stil, war ein Ohrenschmaus. Die Ansage machte in diesem Jahr erstmals Niklas Bernhart. Auch Stefan Sigwart hatte eine Premiere, er spielte zum ersten Mal beim Jahreskonzert mit; er hatte am 15.November die Prüfung für das bronzene Jungmusikerleistungsabzeichen bestanden.
Der Vorsitzende Mario Isele bedankte sich bei den Aushilfsmusikern Doris Bernhart, Simone Scherer (Klarinette) aus Göschweiler und Markus Kromer mit seiner Tuba. Der kräftige Applaus der Zuhörer, zu denen auch Ehrendirigent Winfried Rombach und Ehrenmitglied Hilmar Faller gehörten, ließ nicht nach, bis Dirigent Frank Unold die Zugaben spielen ließ.


 

Geweihte Kräuter wenden Unheil ab

BONNDORF-GÜNDELWANGEN Sonnenstrahlen, die durch die Fenster der Gündelwanger Pfarrkirche fielen, würzig duftende, farbenfrohe Kräuterbüschel, die Umrahmung der Messfeier mit traditionellem und modernen Liedgut, Rosenweihrauch geschwängerte Luft, Gemeindemitglieder in Tracht und Uniform in der sauber geputzten, mit herrlichen Sonnenblumen geschmückten Pfarrkirche, das Gladiolengesteck vor dem Ambo erinnerte an den Strahlenkranz Mariens: Das war am Sonntag das Patroziniumsfest zu Ehren von Mariä Aufnahme in den Himmel.

Traditionell marschierten die Freiwillige Feuerwehr Gündelwangen mit ihrer Fahnenabordnung und die Trachtengruppe zu den Marschklängen der Trachtenkapelle Gündelwangen vom Gasthaus Hirschen zur Pfarrkirche. Nach dem Einzug von Pfarrer Michael Hipp und den vier Ministranten sang die Gemeinde das Lied "Maria aufgenommen ist" aus dem Gotteslob. Nach dem Kyrie entfaltete sich der Lobpreis Gottes im Gloria der Marienmesse "Missa in hon. S. Nominis Mariae" von A. Löhle, die der katholische Kirchenchor mit seinem Dirigenten Franz Gromann einstudiert hatte. Der Chor wurde auf der Orgel von Annika Grohmann begleitet. Den Kanon "Ave Maria", und die Lieder "Ave Maria, du bist voll der Gnade" und "Frau aus dem Volke" begleitete Michael Scharf rhythmisch auf seiner Gitarre. Ein besonderer Ohrenschmaus war die Begleitung durch die beiden Klarinettistinnen Andrea Bernhart und Erika Schübel-Merz beim neu einstudierten "Frau aus dem Volke". Nach alter Tradition wurden die zu Maria Himmelfahrt in die Kirche gebrachten Kräuterbündel von Pfarrer Hipp geweiht. Die geweihten Kräuter bewahren vor Unheil und ihre Heilkraft gilt als Symbol für die Zuwendung Gottes zu den Menschen. Dem Volksglauben entsprechend, bewahren sie, auf dem Dachboden aufgehängt, vor Blitzschlag, und im Stall aufgehängt, die Tiere vor Schaden. Ein praktischer Nebeneffekt war früher, dass die getrockneten Kräuter zugleich Hausapotheke waren.

Auch schon Tradition sind die Böllerschüsse zum Patrozinium von Kanonier Hubert Haury. Nach der Messfeier lud die Trachtenkapelle zum Frühschoppenkonzert auf dem Kirchplatz ein. Während Dirigent Frank Unold und seine Musikerinnen und Musiker die Gäste mit einem bunten Melodienreigen unterhielt, sorgten Partner und Freunde der Trachtenkapelle mit Schnitzeln, Grillwürsten, Getränken, Kuchen und Kaffee dafür, dass keiner Hunger oder Durst zu leiden brauchte. Den Kartoffelsalat hatte, wie auch schon in den Jahren zuvor, Dirigent Frank Unold bestens zubereitet.

Am Abend bot sich die Gelegenheit, das Kirchenfest bei der mit einem herrlichen Dahliengesteck geschmückten Lourdes-Grotte, die am Berg oberhalb der Gündelwanger Pfarrkirche ist, mit einer Marienandacht zu beschließen.