Jubiläum 140 Jahre Chro in Altrip

Der gesamte Chor und die Trachtenkapelle Gündelwangen führten zum Schluss das Lied "Conquest of Paradise"auf.

Ort Speyer-Altrip im Jahre 2007

 


 

 

Kirchenkonzert (Bild Gerhard Schnorr)

 

In der gut besetzten Kirche St. Maria in Gündelwangen hielten der Kirchenchor und die Trachtenkapelle Gündelwangen ihr Kirchenkonzert ab. Ein Hörgenuss für alle Besucher, die aus nah und fern kamen, denn die Akustik in der Kirche trug dazu bei. Das Programm wurde von Marion Isele angesagt.

Der Musikverein eröffnete das Konzert mit "Intrade Jubiloso" (feierliche Eröffnungsmusik) von Heinz Georg Linke, welcher langjähriger Dirigent der Stadtmusik Bad Säckingen war und mit "Prelude" von Marc Antoine Charpentier.

Einen kleinen Vers verlas Sigrid Fischer, bevor der Kirchenchor unter Leitung von Franz Gromann begann. Chormitglied Michael Scharf begleitete mit der Gitarre die Stücke "Meine Seele ist stille in dir" und "Danken und teilen". "Erst wer die Kantate kennt, kennt Johann Sebastian Bach richtig", meinte Marion Isele und kündigte die nächsten Titel der Trachtenkapelle unter der Leitung von Frank Unold an.

Der Choral aus Kantate Nummer 147 und Air aus der Suite Nr. 3 waren eine Herausforderung für die Musiker, die sie gut meisterten. Mit einem Solo für Horn von Dimitri Bortniansky beschloss die Kapelle ihren zweiten Teil. Jonas Bernhart war der Solist am Horn. Der Gesangverein, dirigiert von Franz Gromann, glänzte noch einmal mit den Liedern "Herr, deine Güte reicht so weit", (A.E.Grell) "Die Gott lieben" (Peter Strauch) und "Mögen sich die Wege" (Günter Schwarze). Ein kleines Intermezzo gaben sechs Sänger des Chores und trugen "Thank you for the music" von Abba vor. Zum Abschluss des abwechslungsreichen Konzertes kamen alle vor dem Altar zusammen und Chor und Trachtenkapelle trugen gemeinsam "Conquest of Paradiese" von Vangelis vor. Nach diesem Auftritt gab es zum Schluss lang anhaltenden Beifall. Erst nach einer Zugabe von Chor und Kapelle beendeten die Akteure die Aufführung. Der Erlös der Kollekte wird für die Renovation der Kirche verwendet.

 


 

 neues Ehrenmitglied der Trachtenkapelle Gündelwangen

Neues Ehrenmitglied der Trachtenkapelle Gündelwangen ist Norbert Weiler. (Mitte) In der Hauptversammlung ergaben sich bei den Wahlen keine Veränderungen. Dirigent Frank Unold forderte mehr Probenbesuch.

 

Im Rahmen der Versammlung wurde auch Sandra Heurung geehrt. Sie ist seit zehn Jahren aktive Musikerin. Sie begann mit der Klarinette, wechselte zum Altsaxophon und spielt nun das Tenorsaxophon. Dem Vorstand gehört sie seit 2002 an, zunächst als Jugendvertreterin und Beisitzerin, und bis heute als zweite Kassiererin. "Sie ist sozusagen die Frauenbeauftragte", sagte Vorsitzender Mario Isele und überreichte ihr die bronzene Ehrennadel des Vereins.

 

Seit 41 Jahren musiziert Norbert Weiler auf dem Flügelhorn. Er trat 1966 in den Musikverein ein und erhielt vom Blasmusikverband für seine jahrzehntelange Tätigkeit als Musiker die silberne und die goldene Ehrennadel. Bei Arbeitseinsätzen ist er immer zur Stelle. Seit Jahren koordiniert er am Hölzlefest die Besetzung des Bierwagens. Der Vorstand beschloss, ihn für sein Engagement zum Ehrenmitglied im Verein zu ernennen. Für Mario Isele war es in seiner Funktion als Vorsitzender das erste Mal, dass er eine Ehrenmitgliedschaft vergab.

 

Dirigent Frank Unold nutzte die Hauptversammlung, um die Musikkameraden zu einem häufigeren Probenbesuch zu ermuntern. Im Schnitt lag die Beteiligung nur bei 75 Prozent. Die Auftritte klappten dennoch, aber es könne nicht so weitergehen. "Es kommt mir vor wie Bungeespringen, wobei das Seil zu lang ist", verglich Unold. Um das Leistungsniveau halten zu können müsse auch mal das Instrument zu Hause aus dem Koffer genommen werden und die Probenabende müssten regelmäßig besucht werden. Die Kameradschaft in der Trachtenkapelle Gündelwangen werde vor, während und nach der Musikprobe gepflegt, doch habe es keine einzige Probe gegeben, in der alle vollzählig anwesend waren. Zu den drei besten Probenbesuchern gehörten Manfred Weiler (100 Prozent), der Dirigent selber (93 Prozent) und Tobias Isele (90 Prozent.)

 

Schriftführer Florian Hirt rief die vielen Auftritte etwa bei Kurkonzerten oder Heimatabenden in Erinnerung. Bei zwei kirchlichen Anlässen, zwei Hochzeiten von Kameraden und am Altennachmittag spielten die Musiker. Ein Probenwochenende und das Jahreskonzert rundeten die Aktivitäten ab. Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden für 9000 Euro Instrumente angeschafft, wodurch die Kasse natürlich belastet wurde, berichtete Björn Gfrörer mit. Bürgermeister Michael Scharf versprach, dass die Stadt auch weiterhin die wertvolle Arbeit der Vereine unterstützen werde. Nach der Entlastung leitete er die anstehenden Wahlen. Mike Faller (stellvertretender Vorsitzender), Björn Gfrörer (Kasse), Raimund Marder (Beirat) und Ernst Waldvogel (stellvertretender Dirigent) wurden für zwei weitere Jahre einstimmig bestätigt. Als nächste große Herausforderung steht eine Konzertreise mit Auftritt in Speyer an. Zum kommenden Jahreskonzert will die Trachtenkapelle Gündelwangen ihre Höhepunkte der vergangenen zehn Jahre zum Besten geben.

 


 

 

Ernst Sigwart 50 Jahre Trachtenkapelle Gündelwangen

 

Das Tenorhorn ist zu seinem Markenzeichen geworden. Seit nunmehr 50 Jahren spielt Ernst Sigwart dieses Instrument in der Trachtenkapelle Gündelwangen. Das nun fünf Jahrzehnte andauernde Musikerleben von Ernst Sigwart würdigte Verbandspräsident Albert Reich aus Lenzkirch mit der großen goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände und einer Urkunde. Der Präsident würdigte im Rahmen des Wunschkonzertes das Engagement von Ernst Sigwart für das Kulturgut Blasmusik.

 

Der Vorsitzende der Trachtenkapelle Gündelwangen, Mario Isele, skizzierte in seinen Worten das Musikerleben von Ernst Sigwart. Im Jahre 1957 wurde er als Tenorhornist in die Trachtenkapelle aufgenommen. Doch nicht nur als Musiker engagiere Ernst Sigwart sich in der Kapelle. Verantwortung im Vorstand übernahm er von 1961 bis 1981 als erster Kassierer, von 1987 bis 1989 als stellvertretender Vorsitzender und von 1989 bis 2000 als Beirat. Insgesamt hat Ernst Sigwart 26 Jahre lang Vorstandsämter in der Trachtenkapelle bekleidet. "Eine große Leistung" merkte Mario Isele an. Zudem war und ist Ernst Sigwart in all den Jahren ein engagierter Helfer bei Festveranstaltungen, wo er sich stets um einen reibungslosen Ablauf der Festküche kümmert. Mario Isele nannte den Geehrten einen unverzichtbaren Kameraden und eine große Stütze im Verein.

 

Für seine Verdienste um die Trachtenkapelle wurde Ernst Sigwart 1982 mit der silbernen und 1997 mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgte 1998. Als Dank für sein Engagement überreichte Mario Isele Ernst Sigwart einen Reisegutschein und ein Weinpräsent. Zu Ehren des Jubilars ließ Dirigent Frank Unhold den Marsch "Alte Kameraden" spielen .

 

Verbandspräsident Albert Reich bemerkte, dass der Fortbestand eines Musikvereines auf zwei Säulen beruhe, der Lebendigkeit und der Treue der Mitglieder. Besondere Anerkennung zollte er den Ausbildern der Jungmusiker. So wirkten beim Jahreskonzert der Trachtenkapelle Gündelwangen erstmals sechs Jungmusiker mit.

 

Grund zur Freude gab es für den Vorsitzenden Mario Isele. Erstmals kam die von der Vereinsgemeinschaft Gündelwangen, anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Trachtenkapelle Gündelwangen gestiftete Tuba, bei einem Konzert zum Einsatz.


 

 

Solisten beeindruckten beim Wunschkonzert der Trachtenkapelle Gündelwangen. (Von links): Armin Köpfer, Matthias Schübel und Björn Gförer.

 

Unter das Motto "Sie wünschen, wir spielen", stellte die Trachtenkapelle Gündelwangen ihr Jahreskonzert. Die Besucher konnten dabei unter 13 Musiktiteln ihren Favoriten wählen. Das Rennen machte dabei die Komposition "Marschkonfetti", nach einem Arrangement von Martin Scherbacher, mit 506 Stimmen vor dem "Deutschmeister Regimentsmarsch", nach der Musik von August Jurek.

Für das Wunschkonzert der Trachtenkapelle Gündelwangen hatte Dirigent Frank Unold Kompositionen in den Blasmusikrichtungen Marschmusik, Polkas, Walzer, Moderne Blasmusik und Solostücke im Programm. Dadurch, dass die Konzertbesucher noch während des Konzertes Wünsche äußern und Stimmen vergeben konnten, wurde die Reihenfolge für Musiker und Konzertbesucher zu einer äußerst spannenden Angelegenheit: Mehr als einmal musste Dirigent Frank Unold bereits aufgelegten Noten wieder austauschen, wenn ein anderer Titel plötzlich mehr Punkte hatte. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es bis zuletzt zwischen den beiden Siegertiteln "Marschkonfetti" und dem "Deutschmeister Regimentsmarsch". Aus der modernen Blasmusik schaffte es die Komposition "What a wonderful World" auf Rang drei.

Mit den Walzermelodien "Im Tannenwald" und "Verliebte Augen" begann die Trachtenkapelle ihr Wunschkonzert. Einen ersten Höhepunkt erreichte dieses mit dem Medleys der "Golden Hits" der Beach Boys und der "Superhits" von Boney M. wobei unter anderem der Klassiker und Ohrwurm "River of Babylon" zu hören war. Zum Pflichtprogramm eines Musikvereines, dies sagte jedenfalls Dirigent Frank Unold zählt die Polka "Herzensgrüße", des aus Tengen im Hegau stammenden Jörg Bollin.

In der "2er-Polka" von Peter Schad schlug für die Solisten Andreas Eggert (Tenorhorn) und Martin Albert (Flügelhorn) die große Stunde. Viel Taktgefühl zeigte Tobias Isele beim "Trommlermarsch" von Franz Bummerl. Dass sie ihr Instrument, die Klarinette, beherrschen, zeigten Andrea Bernhart, Erika Schübel, Florian Hirt und Elsa-Maria Kunzelmann in den "Böhmischen Klarinetten" des Komponisten Franz Watz. Viel Freude hatten die Konzertbesucher an dem Vortrag "Let me entertain you", einem Medly nach einem Arrangement von Don Campell. Als Meister auf der Trompete erwies sich Mika Faller in "What a wonderful World".

Wenn die Musiker machen, was sie wollen, dann kommen manchmal gar eigenwillige Töne heraus. Das veranlasste Frank Unold, dem einen oder anderen Musiker die rote Karte zu zeigen. Dennoch passte in dem Vortrag "Marschkonfetti" musikalisch alles zusammen, so dass das Orchester dafür viel Beifall erhielt.