Edelmetall und Pizza als Lohn

An insgesamt neun Nachwuchsmusiker der Trachtenkapelle Gündelwangen konnte das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze verliehen werden. jenes in Silber erhielt Florian Hirt (hinten rechts). Vorsitzender Mario Isele (hinten links) gratulierte zur Auszeichnung.

 

Nicht schlecht bestellt ist es um den Nachwuchs bei der Trachtenkapelle Gündelwangen. So konnten im Rahmen des Jahreskonzertes an insgesamt zehn Jugendliche die Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze (neun) und Silber (eines) verliehen werden. Überreicht wurden die Auszeichnungen vom Präsidenten des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald, Albert Reich aus Lenzkirch.

Bei der Überreichung der Abzeichen sagte Albert Reich, dass von den Musikvereinen für die Ausbildung junger Musiker und Musikerinnen ein großer Einsatz erforderlich sei. Hohe Anforderungen würden an die Nachwuchsmusiker bei den schriftlichen, theoretischen und praktischen Prüfungen für das Abzeichen gestellt. Die Ablegung des Leistungsabzeichens bedeute meist die Aufnahme in die Reihen der Aktiven. Albert Reich forderte die älteren Musiker der Trachtenkapelle auf, dieser auch weiterhin die Treue zu halten, "denn ohne Euch geht es nicht".

Mario Isele, Vorsitzender der Trachtenkapelle, sagte den Jugendlichen Dank für ihre Ausdauer und Freude an der Musik, ebenso deren Ausbilder. "Zwischen den Musikvereinen der Stadt Bonndorf wird eine sinnvolle und fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich der Jugendausbildung geleistet", so Mario Isele. Für ihre erfolgreiche Prüfung wird die Trachtenkapelle ihre Nachwuchsmusiker nun mit einem gemeinsamen Pizza-Essen belohnen.

Das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Silber erhielt Florian Hirt (Klarinette). Das Abzeichen in Bronze bekamen Roman Hirt (Flöte), Elsa-Maria Kunzelmann (Klarinette), Niklas Bernhart (Saxophon), Mathias Hofmeier, Jonas Bernhart (Waldhorn), Matthias Schübel, Andreas Eggert (Tenorhorn), Sven Klein und Lukas Bernhart (Schlagzeug).

 


 

 Von Abba bis Beethoven
 
In die Welt der Filmmusik aus Funk und Fernsehen entführte in diesem Jahr die Trachtenkapelle Gündelwangen die Besucher des Jahreskonzertes. Den Zuhörern im voll besetzten Schulsaal gefiel's bestens.

Bei der Auswahl der Stücke für das Konzertprogramm bewies Dirigent Frank Unold eine glückliche Hand. Die Mischung aus bekannten Melodien aus Film, Funk und Fernsehen sowie traditioneller Blasmusik mit Märschen und Polkas entfachte beim Publikum, darunter auch der Präsident des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald, Albert Reich aus Lenzkirch, wahre Begeisterungsstürme.

Eröffnet wurde das Konzertprogramm von den Nachwuchsmusikern der Trachtenkapelle. In der Tat eine starke Mannschaft, wie Matthias Hofmeier, bei der Vorstellung der jungen Musiktalente ankündigte. Mit der Europahymne von Ludwig von Beethoven, der Ballade "Irish Dream" von Kurt Gäbele, in der die ursprüngliche Landschaft Irlands musikalisch beschrieben wurde, zeigten die Nachwuchsmusiker, was sie drauf haben. Spontan forderte das Publikum eine Zugabe, die selbstverständlich gewährt wurde.

Für den anschließenden Konzertteil der Trachtenkapelle hatte Dirigent Frank Unold die Messlatte für seine etwas mehr als 30 Musiker und Musikerinnen hoch gelegt. Mit Melodien aus dem Musical "Phantom of the Opera" von Andrew Lloyd Webber forderte er im Zusammenspiel der einzelnen Register den exakten Einsatz von Klarinette, Flöte, Saxophon und Posaunen, was vortrefflich gelang. Beim Vortrag "Matrimony" von Gilbert O`Sullivan, das extra für Posaune bearbeitet wurde, entpuppte sich Raimund Marder als exzellenter Musiker, der sein Instrument, die Posaune, beherrscht. Zum Träumen, die Melodie "Die Schwarzwaldklinik" von Hans Hammerschmid.

Dass die Trachtenkapelle auch in der Welt der traditionellen Blasmusik zu Hause ist, bewies sie mit dem Konzertmarsch "Stolzes Egerland" von Franz Xaver Holzhauser, in dem immer wieder das Klarinettenregister bravourös aufspielte. In "Memory" aus dem Musical "Cats" glänzte Hans-Peter Riesle als Solist auf den Flügelhorn.

Superstars gefunden

Sehr hoch in der Gunst des Publikums standen die "Lach- und Sachgeschichten mit der Maus" von Hans Posegga und das Medley "Abba-Gold" von Ron Sebregts, in dem die Musiker und Musikerinnen bekannte Hits wie "Dancing Queen", "Mama Mia", "Fernando" der legendären Popgruppe der siebziger Jahre zum Besten gaben.

Während Dieter Bohlen in Deutschland noch den Superstar sucht, hat man diesen in Gündelwangen mit Frank Unold und Manuela Manow längst gefunden. Als Gesangsduo in der Polka "Ein Sonntag auf dem Land" von Frantz Watz, besangen sie das heile Landleben auf dem Land in den fünfziger Jahren. Donnender Applaus war der Lohn für ihren überaus gelungenen Vortrag. Mit der Polka "In aller Freundschaft" von Freek Mestrini und zwei Zugaben ging ein unterhaltsamer und amüsanter Blasmusikabend zu Ende.

 

 


 

Jubiläum hält Musiker auf Trab

 

das Jubiläum der Trachtenkapelle Gündelwangen im vergangenen Jahr stand im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Der Vorsitzende Mario Isele dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Im Juni wird das Hölzlefest die nächste große Aufgabe für den Verein sein. Hier wird es ein Oldtimertreffen mit Prämierung geben.

Dirigent Frank Unold freute sich über die vier Neuzugänge in der Trachtenkapelle. Die Musiker Sven Klein am Schlagzeug, Andreas Riesle mit dem Flügelhorn, Andreas Eggert am Bariton sowie Elsa Maria Kunzelmann an der Klarinette haben sich gut in das Orchester eingefügt. Mit dem durchschnittlichen Probenbesuch von 80 Prozent war er - angesichts der vielen Aufgaben wegen des Jubiläums - noch zufrieden. Die drei besten Probenbesucher waren Tobias Isele, Mario Krajniak und der Dirigent selber. Der nächste musikalische Höhepunkt wird am Ostersonntag in Grafenhausen sein. Mit der Trachtenkapelle Rothaus findet das Doppelkonzert statt.

Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber Mario Isele (Vorsitzender) Florian Hirt (Schriftführer) und Hans Peter Riesle (Beirat) bestätigt. Laut Satzung in geheimer Wahl wurde Sandra Bublitz als zweite Kassiererin neu gewählt. Sie übernimmt das Amt von Manuela Manow.

Im Rahmen der Versammlung wurde Tobias Isele geehrt. Er ist seit zehn Jahren aktiver Musiker. Unter dem Ehrendirigenten Winfried Rombach erlernte er das Schlagzeug spielen. "Heute bist du eine Stütze des Vereins" sagte der Vorsitzende Mario Isele und übereichte ihm die bronzene Ehrennadel des Vereins.

Vor der Hauptversammlung fanden sich die Mitglieder des Fördervereins ein, um ihre Generalversammlung abzuhalten. Die Vorsitzende Doris Stotz nannte die Förderung der Jungmusiker als besondere Aufgabe. Hierfür sammelt der Förderverein Gelder ein, die an die Trachtenkapelle weitergeleitet werden. Fast 5000 Euro konnten für Notenanschaffungen, Ausstattung und die Jugendausbildung an die Trachtenkapelle gegeben werden. Die 34 Mitglieder unternehmen zahlreiche Aktivitäten um besonders die Nachwuchsarbeit zu fördern.


Ehrennadel für Norbert Weiler

Für 40 Jahre aktives Musizieren in der Trachtenkapelle Gündelwangen wurde Norbert Weiler (links) ausgezeichnet. Markus Bölle als Vertreter des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald nahm die Ehrung vor.

 

Norbert Weiler wurde im Rahmen des Doppelkonzertes der Trachtenkapelle Rothaus und der Trachtenkapelle Gündelwangen am Ostersonntag in Grafenhausen mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusik für 40 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet. Als Vertreter des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald nahm Markus Bölle die Ehrung vor.

Norbert Weiler war 1966 in die Trachtenkapelle Gündelwangen eingetreten und spielt seither das Flügelhorn. Auch in die Vorstandsarbeit brachte sich Norbert Weiler ein, war von 1990 bis 1992 stellvertretender Vorsitzender, von 1992 bis 1996 dritter Vorsitzender, und engagiert sich immer auch außerhalb seiner musikalischen Tätigkeit sehr im Verein. 1991 erfolgte die Auszeichnung mit der silbernen Ehrennadel für 25 Jahre aktives Musizieren.

Der Vorsitzende der Trachtenkapelle Gündelwangen, Mario Isele, sprach Weiler Dank aus für sein langjähriges Engagement für den Verein und überreichte ein Geschenk.