Jubiläumsjahr 150 Jahre

 

Trachtenkapelle

Gündelwangen

 

 

 

Bankett mit musikalischen Gästen

 

 

Vor dem Festbankett zogen Trachtenkapelle, Trachtengruppe und Feuerwehr Gündelwangen vom Gasthaus Hirschen zur Gündelwanger Kirche. Pfarrer Eckart Kopp stellte eine Messfeier zum Jubiläum unter das Motto "Der gute Hirte".

Die Trachtenkapelle unter Leitung von Frank Unold gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit. Anschließend marschierten die drei Vereine mit klingendem Spiel zur Schule. Beim Festbankett stellte Vorsitzender Raimund Marder fest: "Die Trachtenkapelle ist aus dem Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken."

Die musikalische Umrahmung des Festbanketts übernahm die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag unter Leitung von Martin Sedlak. Als Nachbarkapelle unterhält sie enge Beziehungen zur Trachtenkapelle Gündelwangen. Im Anschluss an das Festbankett gaben die Musikerinnen und Musiker ein kleines Unterhaltungskonzert, das mit viel Beifall aufgenommen wurde. Bürgermeister Michael Scharf gratulierte namens der Stadt und aller Einwohner zum Jubiläum. Er überbrachte auch Glückwünsche der Stadtmusik Bonndorf, des Musikvereins Dillendorf, der Feuerwehrkapelle Wellendingen und der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag. Für den Blasmusikverband Hochschwarzwald gratulierte Präsident Albert Reich. Die gut gestaltete Festschrift gebe einen Überblick über die Höhen und Tiefen der Vereinsgeschichte. Die Trachtenkapelle sei in 150 Jahren mit acht Dirigenten ausgekommen.

Stellvertretender Vorsitzender Mario Isele gab einen informativen Rückblick auf 150 Jahre Trachtenkapelle Gündelwangen. Vier Szenen wurden humorvoll nachgespielt: Hubert Haury, Hans-Peter Riesle, Mike Faller, Ernst Waldvogel, Raimund Marder, Björn Gfrörer, Patrick Hofmeier, Manfred Weiler und Daniela Stotz versetzten in ihren Bühnenstücken beispielsweise das Publikum in das Jahr 1914, als die Gündelwanger Musiker für sich neue "Statuten" erstellten.

 

 


 

Gratulanten bei Trachtenkapelle

 

Die Trachtenkapelle Gündelwangen ehrte beim Festbankett zum 150-jährigen Bestehen Armin Köpfer (links) mit der silbernen Vereinsnadel und ernannte Thomas Wißler zum Ehrenmitglied.

Armin Köpfer und Thomas Wißler sind beim Festbankett zum 150-jährigen Bestehen der Trachtenkapelle Gündelwangen für besondere Verdienste geehrt worden. Die Auszeichnung nahmen die drei Vereinsvorsitzenden Raimund Marder, Mario Isele und Mike Faller vor. Armin Köpfer erhielt für 20-jährige Vereinszugehörigkeit die silberne Ehrennadel und Thomas Wißler wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Armin Köpfer trat 1985 der Trachtenkapelle bei. Er erlernte das Tenorhornspiel und bläst heute die erste Stimme des Tenorhornregisters. Er war von 1993 bis 1995 Jugendwart und von 1996 bis 2004 Mitglied des Dreierteams der Vorsitzenden. Thomas Wißler spielte von 1977 bis 2004 das Schlagzeug. Er errang das Jungmusikerleistungsabzeichen und der Blasmusikverband Hochschwarzwald verlieh ihm die silberne Ehrennadel. Von 1989 bis 2003 war er für die Kassengeschäfte der Trachtenkapelle verantwortlich. Zu Ehren der beider Musiker spielte die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag unter Leitung von Martin Sedlak einen Marsch.

Namens der Gündelwanger Vereine gratulierte der Vorsitzende der Trachtengruppe Jochen Zehnder zum Jubiläum. Er überbrachte auch die Grüße der Feuerwehr, der Guggenmusiken Gundelsteiner und Katastrophenorchester, der Landfrauen, des Narrenrats und der Räuberzunft, des Sportvereins und des Kirchenchores. Am gemeinsamen Geschenk beteiligte sich auch die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag. Deren Vorsitzender Bernhard Ebner schilderte die vielen Gemeinsamkeiten der Nachbarorte Gündelwangen und Holzschlag. Es sei selbstverständlich, dass sich die Musiker gegenseitig aushelfen. Die funktionierende Nachbarschaft habe sich auch gezeigt, als die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag im letzten Jahr das 75-jährige Jubiläum feierte und die Trachtenkapelle das Thekenpersonal stellte.

Bürgermeister Michael Scharf war stolz darauf, dass in Bonndorf fünf Musikvereine als Kulturträger tätig sind. Die Musikerinnen und Musiker machten mit ihrem Spiel an Festen und Feierlichkeiten jedem Bürger und jeder Bürgerin viel Freude und Spaß. Albert Reich als Präsident des Blasmusikverbands Hochschwarzwald dankte der Trachtenkapelle Gündelwangen für die geleistete Jugendarbeit und grüßte die Musikerinnen und Musiker mit dem Vers: "Was gibt es Schöneres auf der Welt, als einen Freund, der zu dir hält. Geborgenheit und frohen Mut sind kostbarer als Geld und Gut".

 


Stütze des kulturellen Lebens

 
Mit einem Festbankett feiert die Trachtenkapelle Gündelwangen am Samstag, 16. April, 20 Uhr, im Schulsaal ihr 150-jähriges Bestehen. Der Verein hat eine bewegte Geschichte mit Höhen und Tiefen hinter sich.

Schon gleich nach der 75-Jahr-Feier 1929 begannen für die Musiker schwierige Jahre. Not, Arbeitslosigkeit und politische Veränderungen schränkten das Vereinsgeschehen ein. Im August 1939 musste der Musikbetrieb stillgelegt werden, weil der Dirigent und der Großteil der Aktiven zum Wehrdienst einberufen wurden.

Nach dem Krieg wirkten sieben Musiker erstmals wieder am Weihnachtsgottesdienst 1945 mit. In den Folgejahren kehrten frühere Aktive aus der Gefangenschaft zurück, die sich dem Verein zur Verfügung stellten. Der Musikverein übernahm wieder seinen angestammten Platz im Jahresablauf der Gemeinde.

Zu Weihnachten 1953 zeigten sich die Musiker erstmals in neuer Uniform, die die Gemeinde auf Initiative von Bürgermeister Alfred Gfrörer beschafft hatte. 1955 feierte die ganze Dorfgemeinschaft das 100-jährige Vereinsjubiläum mit. Die Musiker reagierten auf den Beginn des Fremdenverkehrs in Gündelwangen und gaben 1960 ihr erstes Kurkonzert. Bei einem Kritikspiel in Titisee-Neustadt erzielten sie 1965 eine sehr gute Bewertung.

Im Jahre 1967 übernahm der junge Dirigent Winfried Rombach die musikalische Leitung. Er blieb dem Verein 31 Jahre treu und bildete zahlreiche Jungmusiker aus. 1971 wurde der Musikverein mit der vom Bundespräsidenten gestifteten Plakette "Pro Musica" ausgezeichnet. Bei der Beschaffung einer neuen Einheitskleidung 1974 entschieden sich die Musiker für Trachtenanzüge. Sie präsentieren sich seit 31 Jahren als "Trachtenkapelle Gündelwangen".

1975 übernahm die Kapelle die musikalische Umrahmung der Städtepartnerschaftsgründung zwischen Bonndorf und Bains les Bains. 1980 wurde das 125-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. 1981 ernannte die Kapelle Ernst Weiler, der zwölf Jahre als Schriftführer und 22 Jahre als Vorsitzender tätig war, zum ersten Ehrenvorsitzenden des Vereins. 1990 gestalteten Trachtenkapelle und Kirchenchor das erste Kirchenkonzert in Gündelwangen. Seit 1991 stehen drei gleichberechtigte Vorsitzende an der Spitze. 1998 übernahm Frank Unold den Dirigentenstab. 2001 konnte Ehrenmitglied Josef Fechtig für 75-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. 2003 gründete sich ein Förderverein, der die Jugendarbeit unterstützt.


 

 


 

Blasmusiker im Jubiläumstrubel

Die Vorbereitungen für die 150-Jahr-Feier der Trachtenkapelle Gündelwangen sind abgeschlossen. Vom 5. bis 9. Mai wird in einem Festzelt beim Sportplatz gefeiert, das 900 Besuchern Platz bietet. Ganz Gündelwangen und die Bonndorfer Ortsteile nehmen Anteil und feiern mit. Über 30 Musikkapellen werden erwartet. Gäste aus nah und fern sind eingeladen, in Gündelwangen angenehme Stunden zu erleben.

Das Jubiläumsfest wird am Donnerstag, 5. Mai, um 10.30 Uhr eröffnet. Schirmherr und Bürgermeister Michael Scharf nimmt den Fassanstich vor. Die Musikfreunde erleben eine Non-Stop-Unterhaltung mit den Bachtal-Musikanten, den Fidelen Wellendingern, den Hochfirst-Musikanten, der Trachtenkapelle Menzenschwand und den Unadinger Dorfmusikanten.

Wer den Vatertag feiern will, ist in Gündelwangen herzlich willkommen. Bis 16 Uhr können "Vatertagswagen" zu einer Prämierung angemeldet werden. Um 17 Uhr gibt es Preise für den schönsten Wagen, die älteste Zugmaschine und das Vatertagsgefährt, das die größte Entfernung zurückgelegt hat.

Am Freitag, 6. Mai, steht ein großer Blasmusikabend auf dem Programm. Um 20 Uhr spielt die "Bauernkapelle Mindersdorf", die auch schon beim Weinfest der Stadtmusik Bonndorf zu Gast war. Ab 22.30 Uhr zeigen die "Hergolshäuser Musikanten" ihr Können. Sie sind amtierende Europameister in der böhmisch-mährischen Blasmusik.

Überraschungen verspricht am Samstag, 7. Mai, die Partynacht mit den "Wilden Engel". Das Festzelt wird um 19.30 Uhr geöffnet. Eingelassen werden Personen ab 16 Jahren.

Der Höhepunkt des Jubiläumsfestes wird am Sonntag, 8. Mai, gefeiert. Um 10 Uhr beginnt ein ökumenischer Festgottesdienst. Anschließend spielt die Feuerwehrmusikkapelle Dagersheim aus der Nähe von Stuttgart zum Frühschoppen. 36 Musikkapellen, Trachtenvereine und Festwagen beteiligen sich am Jubiläumsumzug, der sich um 14 Uhr in der Nähe der Kirche auf dem Vogtsberg formiert und zum Festzelt zieht. Die Ortsdurchfahrt Gündelwangen ist von 14 bis 16 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Straßenverkehr zwischen Bonndorf und Lenzkirch wird über Schluchsee umgeleitet. Nach dem Umzug unterhalten im Festzelt die Stadtmusik Bonndorf und der Musikverein Unadingen. Um 17.30 Uhr schließt sich eine Schlagerparty mit Jörg Hauser und weiteren bekannten Interpreten an.

Am Montag, 9. Mai, lädt die Trachtenkapelle um 14 Uhr zu einem Kinder- und Seniorennachmittag ein, bei dem das Senioren-Blasorchester Hochschwarzwald für Stimmung sorgt. Um 17.30 Uhr folgt ein Handwerkerhock mit Musikunterhaltung der Formation "Zitrone-Schüttler". Die Kapelle sorgt auch für einen fröhlichen Festausklang.

 

 


 

Jubiläum festigt Zusammenhalt

 

Die Trachtenkapelle Gündelwangen blickt auf eine gelungene 150-Jahr-Feier zurück, bei der sie von der gesamten Dorfgemeinschaft und den Vereinen unterstützt wurde. Beim Jubiläum ist den Musikerinnen und Musikern bestätigt worden, dass Gündelwangen ohne Musikverein ärmer wäre. Jetzt kann sich die Kapelle wieder mehr auf das Musizieren konzentrieren.

 Mario Isele, einer der drei Vereinsvorsitzenden, zog das Fazit: "Die Feier des 150-jährigen Bestehens hat der Trachtenkapelle einen großen kameradschaftlichen Zusammenhalt gebracht." Zurzeit musizieren 28 Aktive, darunter ein Drittel Frauen. Jede Woche wird unter Leitung von Dirigent Frank Unold geprobt. Oberstes Ziel ist es, den musikalischen Stand zu halten und noch zu verbessern. Der Dirigent legt Wert darauf, dass die Musikstücke auf die Trachtenkapelle zugeschnitten sind. Im Vordergrund steht volkstümliche und gesellige Blasmusik.

Die Gündelwanger Musiker haben im laufenden Jahr noch ein großes Programm zu bewältigen. Allein in Schluchsee stehen fünf Kurkonzerte und zwei Heimatabende auf dem Programm. Die Trachtenkapelle beteiligt sich an der 600-Jahr-Feier des Bonndorfer Ortsteils Ebnet, am Dorffest in Menzenschwand und am Umzug zum 125-jährigen Jubiläum des Musikvereins Eisenbach. Am 14. August gestalten die Musikerinnen und Musiker das Kirchenpatrozinium in Gündelwangen mit. Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für das Jahreskonzert Anfang 2006, das in diesem Jahr wegen der Jubiläumsfeier ausfallen musste.

Seit vier Jahren wird der Gündelwanger Musikernachwuchs bei der Bläserjugend Bonndorf ausgebildet. Mario Isele: "Die Ausbildung ist bei der Bläserjugend auf hohem Niveau gewährleistet." Sieben Jugendliche spielen bereits in der Trachtenkapelle mit. Zurzeit erlernen zehn junge Gündelwanger die Instrumente Waldhorn, Tenorhorn, Bariton, Trompete, Flügelhorn, Klarinette, Querflöte und Schlagzeug, die voraussichtlich noch in diesem Jahr das bronzene Jungmusikerleistungsabzeichen ablegen. Auch diese Jugendlichen sollen dann in die Trachtenkapelle integriert werden. Am Freitag, 1. Juli, findet von 18 bis 20 Uhr im Gündelwanger Schulhaus ein "Schnupperabend" statt, bei dem Jungen und Mädchen das Spielen eines Instruments ausprobieren können.

Im Dezember 2003 ist ein Förderverein für die Trachtenkapelle Gündelwangen gegründet worden. 40 Mitglieder unterstützen die Jugendarbeit und die Finanzierung von Ausbildung, Instrumenten und Uniformen. Vorsitzende Doris Stotz wäre für jedes zusätzliche Mitglied dankbar.

Die Trachtenkapelle Gündelwangen ist vor wenigen Tagen im Rahmen des Landesmusikfestivals Baden-Württemberg in Ladenburg mit der Conradin-Kreutzer-Tafel ausgezeichnet worden. Mit der Verleihung wurde nochmals das 150-jährige Bestehen des Vereins gewürdigt. Nach der Vereinschronik kamen in den Jahren 1854/1855 in Gündelwangen acht musikliebende Bürger mit dem Ziel zusammen, ein "Musikgesellschaft" zu gründen, die alle Höhen und Tiefen der vergangenen Jahrzehnte gemeistert hat. Gleichberechtigte Vorsitzende sind heute Raimund Marder, Mario Isele und Mike Faller.

 


Betriebsausflug zum Festausklang

Über 50 Kinder aus Gündelwangen, Holzschlag und von Feriengästen beteiligten sich am Kinderprogramm, das Mitglieder des Fördervereins der Trachtenkapelle unter Leitung von Doris Stotz zusammengestellt hatten. Jedes Kind erhielt eine Laufkarte für sechs Stationen mit verschiedenen Spielangeboten. Die kleinen Festbesucher hatten viel Spaß beim Sackhüpfen, Eierlaufen, Äpfelfischen und Bällewerfen. In einem Fühlkasten mussten sie Steine, Korken, Plüschhase und Tannenzapfen ertasten. Bei einer lustigen "Reise nach Jerusalem" kam es darauf an, sich möglichst schnell einen Stuhl zu sichern. An allen Stationen gab es kleine Preise wie Mohrenköpfe, Luftballons und Gummibärchen. Beliebt bei den Kindern waren auch Gesichter schminken und Mandalamalen. Nach einer großen Polonaise durch das Festzelt wurden alle Kinder mit einem Hamburger belohnt.

Zum Seniorentreff kamen ältere Mitbürger aus Gündelwangen und allen Bonndorfer Ortsteilen. Zu ihrer Unterhaltung spielte das Senioren-Blasorchester des Blasmusikverbands Hochschwarzwald unter Leitung von Manfred Waldvogel Märsche, Polkas, Walzer und Potpourris. Verbandspräsident Albert Reich, selbst im Orchester aktiv, stellte die Kapelle mit einer Musikerin und 38 Musikern vor. Als neues Mitglied begrüßte er den langjährigen Gündelwanger Klarinettisten Hilmar Faller.

Zahlreiche Betriebe ließen beim Handwerkerhock den Arbeitstag ausklingen. Teilweise folgten ganze Belegschaften der Einladung nach Gündelwangen, unter ihnen auch Bürgermeister Michael Scharf und Mitarbeiter des Rathauses Bonndorf. Das Senioren-Blasorchester machte der Kapelle "Zitronenschüttler" Platz, die für einen zünftigen Festausklang sorgte.

Mario Isele vom Vorstandsteam zog das Fazit: "Die zweijährige Arbeit der Festvorbereitung hat sich gelohnt. "Die Bildung eines Festkomitees und die Verteilung der Aufgaben auf einen technischen und einen Verwaltungsausschuss mit je zehn Mitgliedern habe sich bewährt. Isele dankte der Bevölkerung und allen Vereinen und Helfern für ihre Unterstützung.


 

 


 

Auszeichnung für Kapelle

Überreichung der Conradin-Kreutzer-Tafel an die Trachenkapelle Gündelwangen. Von links Staatssekretär Helmut Rau mit den Vorsitzenden Mario Isele und Mike Faller.

Für 150-jähriges Bestehen wurde der Trachtenkapelle Gündelwangen am vergangenen Samstag im Rahmen des Landesmusikfestivals Baden-Württemberg in Ladenburg (Heidelberg) die Conradin-Kreutzer-Tafel verliehen. Von Kultusstaatssekretär Helmut Rau (MdL) in Vertretung des Ministerpräsidenten Günther Öttinger konnten die Vorsitzenden der Trachtenkapelle, Mario Isele und Mike Faller, diese hohe Auszeichnung entgegennehmen.

Zum Festakt auf dem Marktplatz in Ladenburg begrüßte Bürgermeister Rainer Ziegler die Delegationen. Er moderierte die Auszeichnung der Vereine. Für Gündelwangen hatte er sich etwas besonderes ausgedacht. Bürgermeister Ziegler wandert gerne und kennt die Wutachschlucht. Er legte den Anwesenden nahe, einmal Gündelwangen und die Wutachschlucht zu besuchen.

Staatssekretär Helmut Rau würdigte außer der Trachtenkapelle Gündelwangen noch weitere 24 Gesangs- und Musikvereine aus Baden-Württemberg. Nach Meinung von Rau tragen Chöre und Musikvereine zur Identität von Baden-Württemberg bei. Viele Gruppen könnten mit professionellen Ensembles mühelos standhalten. Helmut Calgéer, Präsident des Landesmusikrates, würdigte die Laienmusikverbände als wichtigsten Bestandteil in der Kultur des Landes.

Die Conradin-Kreutzer-Tafel wurde 1998 durch den damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel gestiftet. In Erinnerung an den bedeutenden Komponisten und Hofkapellmeister Conradin Kreutzer (1780 - 1849) und dessen Wirken für die Verbindung der Länder Baden und Württemberg. Voraussetzung für diese Auszeichnung ist ein Jubiläumsjahr und 150-jähriges ununterbrochenes Bestehen des Vereines.

 


Isele löst Dreiergremium ab

Die neugewählten Vorstandsmitglieder der Trachtenkapelle Gündelwangen von links Beirat Raimund Marder, Vorsitzender Mario Isele und stellvertretender Vorsitzender Mike Faller.

Mario Isele ist neuer Vorsitzender der Trachtenkapelle Gündelwangen. Die Regelung, dass ein Dreiergremium den Verein leitet, wird aufgegeben. Inder Hauptversammlung wurde einer entsprechenden Satzungsänderung zugestimmt und gleichzeitig beschlossen, den Vorstand von zwölf auf acht Personen zu verkleinern.

Gündelwangen - Bürgermeisterstellvertreter Max Nägele leitete die Neuwahlen. Er überbrachte Grüße von Bürgermeister Michael Scharf und dankte den Musikern namens Stadt und Gemeinderat für ihr Engagement. Bei ihrer 150-Jahr-Feier im Mai sei die Trachtenkapelle ihrem Ruf als "Aushängeschild Gündelwangens" gerecht geworden. Die Versammlung wählte Mike Faller zum stellvertretenden Vorsitzenden, Raimund Marder zum Beirat und bestätigte Schriftführer Florian Hirt, Kassenwart Björn Gförer, stellvertretende Kassenwartin Manuela Stotz, Beirat Hans-Peter Riesle und Vizedirigent Ernst Waldvogel in ihren Ämtern.

Schriftführer Florian Hirt berichtete über die Aktivitäten im Jahre 2004. Die Trachtenkapelle absolvierte zahlreiche Kurkonzerte in Gündelwangen, Schluchsee, Ebnet und Bonndorf. Sie gestaltete die kirchlichen Feste Weißer Sonntag, Fronleichnam und Kirchenpatrozinium mit und spielte bei Fasnachtveranstaltungen, zum Maiwecken, beim Martinsumzug und am Volkstrauertag. Bei der Jubiläumsfeier der Blaskapelle Grünwald-Holzschlag leisteten die Gündelwanger Nachbarschaftshilfe.

Namens des bisherigen Vorstandsgremiums ließ Raimund Marder nochmals die 150-Jahr-Feier der Trachtenkapelle Revue passieren. Er dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Der neue Vorsitzende Mario Isele würdigte, dass Raimund Marder als Hauptorganisator tätig war und 13 Jahre dem Vorstandsgremium angehörte.

Dirigent Frank Unold war mit der Gesamtsituation der Trachtenkapelle zufrieden und lobte: "Das musikalische Niveau der Kapelle steigt." Der Probendurchschnitt von 75 Prozent und die Pünktlichkeit seien aber verbesserungsfähig. Bei der Kapelle laufen die Vorbereitungen auf das Jahreskonzert am 6. Januar, bei dem erstmals 15 Jungmusiker mitwirken. 2004 absolvierte die Kapelle 31 Proben und 25 Auftritte. Dirigent Unold und Manfred Weiler wirkten bei allen Anlässen mit. Für guten Probenbesuch wurden Mario Krajniak, Florian Hirt, Mario Isele, Sandra Bublitz, Tobias Isele und Hubert Haury ausgezeichnet.

Die Trachtenkapelle plant am 3. und 4. Dezember im Schulhaus Gündelwangen ein Probewochenende durchzuführen. Im nächsten Jahr stehen wieder zahlreiche Kurkonzerte auf dem Programm. Die Kapelle wird sich am 24. und 25. Juni auch am Hölzlefest in Gündelwangen beteiligen.